Schießen unter Belastung
Die eine Fähigkeit, die Bogenlaufen von Bogenschießen unterscheidet. Bei hohem Puls zittert die Bogenhand, der Atem geht flach und der Auszug fühlt sich schwerer an.
Die Trainingsvorschläge auf dieser Seite sind Empfehlungen des Portals und keine Regel. Wo das Trainingsheft von World Archery Europe eine Aussage stützt, steht es in der Quellenzeile. Ohne Beleg im Heft sind 20 Liegestütze, 200 Meter Sprint, 40 Sekunden, die zwei tiefen Atemzüge und die ein bis zwei Zentimeter beim Auszug.
Aufbau in drei Stufen
Puls anheben
20 Liegestütze oder 200 Meter Sprint, danach sofort vier Pfeile. Die Trefferquote bleibt das Ziel. In der ersten Stufe steht der Ablauf im Vordergrund.
Atemrhythmus
Zwei tiefe Atemzüge an der Linie, dann Auszug am Ende der Ausatmung. Fest einüben, bis es automatisch läuft.
Zeitdruck
Stoppuhr mitlaufen lassen. Vier Pfeile in unter 40 Sekunden, ohne dass die Trefferquote einbricht.
Was dabei technisch passiert
Unter Belastung verkürzt sich der Auszug oft um ein bis zwei Zentimeter, weil der Rücken müde ist. Das trifft tiefer. Wer das kennt, korrigiert nicht am Visier, sondern am Ankerpunkt.
Die zweite typische Abweichung ist ein zu früher Lösepunkt. Der Körper will weiterlaufen. Ein festes Kommando im Kopf, immer dasselbe, hilft mehr als jede Technikkorrektur.
Trainiere kniend genauso oft wie stehend. Im 4K kommt die kniende Einheit in der Mitte des Rennens, wenn die Beine am unruhigsten sind.
Kniend wird im Einzelwettbewerb nur in den Klassen U18 bis Ü50 geschossen, in allen übrigen Klassen ausschließlich stehend. Das legen die Sportordnung des DSB und die Wettkampfordnung des DBSV fest.
Stehend ohne Auflage, eine der beiden Schießpositionen.
Foto: Eyke Wohlbold, Landesmeisterschaft Bogenlaufen Baden-Württemberg, Weilheim an der Teck, 16.05.2026.
